Madrid belohnt deine Füße, nicht eine Buskarte
Madrid wuchs von einer Festung auf einem Hügel zu einer Hauptstadt, in der Macht, Kunst und Alltag noch dieselben Gehwege teilen. Du liest die Stadt in Fassaden, Caféterrassen und dem Rhythmus der Menschen, die bei Dämmerung über Plätze gehen.
- Philipp II. machte Madrid 1561 zur Hauptstadt Spaniens; danach verwandelten Hofgeld und Kirchenstein enge mittelalterliche Gassen in das Raster, das du noch zwischen Sol und dem Palast gehst.
- Calle Mayor und die Straßen, die in sie münden, wurden für Fußgänger und Schaufenster lange vor Autos gebaut; Arkaden und unebenes Pflaster sind das ursprüngliche Navigationssystem.
- Einheimische machen den paseo — eine gemächliche Runde für Kaffee, Besorgungen und schauen, wer draußen ist — zum Teil des Tages; die besten Stunden zu Fuß folgen ihren, nicht der Museumsöffnungsglocke.
Was man isst

Cocido madrileño — Ein Sonntagstopf aus Kichererbsen, Fleisch und Brühe für kalte Winter auf der Meseta, noch immer als volles Mittagsritual bestellt.

Bocadillo de calamares — Gebackener Tintenfisch im Brot wurde zum günstigen Mittagessen der Arbeiter am Fischhandel und blieb Plaza Mayors Standard-Snack zum Mitnehmen.
Tortilla española — Eier und Kartoffel halten in jeder Bar die Stellung, denn Tapaskultur braucht etwas Sättigendes, das in einer Hand vom Tresen zum Tisch wandert.
Churros con chocolate — Dickes Schokolade zum Dippen war früher Frühmorgens-Treibstoff vor der Arbeit und markiert heute das Ende einer langen Nacht ebenso wie das Frühstück.
Vor dem Besuch
Denk an die Eintrittskarte
Wer hinein will, kauft vorher. Der Spaziergang geht auch von der Straße aus.
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