Eine Stadt für Schritte gemacht
Prag belohnt Gehen, weil die Distanz in Höhen und Höfen steckt, nicht in Meilen auf der Karte — du liest den Ort in Schichten, nicht aus dem Tramfenster.
- 1989 füllten sich Wenceslas Square und die Route zur Burg; dieselben Steine tragen noch den Sprung von ruhiger habsburgischer Routine zu offenen Straßen.
- Na Příkopě und Celetná ziehen dich mit Schaufenstern und Arkaden zum Fluss; Einheimische nehmen noch Passagen statt am Ufer im Verkehr zu hängen.
- Tschechen behandeln Bier wie ein tägliches Grundnahrungsmittel — an der Theke ein Halbes zwischen Stopps zu trinken ist normal, kein besonderer Anlass.
Was man isst

svíčková na smetaně — Böhmisches Sonntagsessen — Rind in Rahmsoße mit Semmelknödel — steht auf Pub-Tafeln, weil es Comfort Food ist, keine Fine Dining-Küche.

vepřo-knedlo-zelo — Schweinebraten, Knödel und Sauerkraut ist der Standardteller, wenn Tschechen nahe der Mitte etwas Deftiges und Günstiges wollen.
trdelník — Die Schornsteinkuchen-Stände vermehrten sich für Touristen; Einheimische ignorieren es meist, aber an jeder Ecke siehst du es trotzdem.
knedlíky — Brot- oder Kartoffelknödel saugen überall Soße auf; sie sind die Stärke, die Pub-Essen in einer Bierstadt tragen.
Vor dem Besuch
Denk an die Eintrittskarte
Wer hinein will, kauft vorher. Der Spaziergang geht auch von der Straße aus.
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